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Mieten in Österreich steigen trotz Corona-Pandemie um bis zu fünf Prozent

02. Februar 2021 | 08:10 Autor: Stefan Müller Startseite

Obwohl die Corona-Pandemie Österreich seit 2020 fest im Griff hat, legen gerade die Mietpreise im Land weiter zu. Nach den Ergebnissen einer aktuellen Untersuchung eines großen Immobilienportals sind die Preise erneut landesweit um bis zu fünf Prozent gestiegen. Dabei fielen die Preissteigerungen unterschiedlich aus. In insgesamt neun von zwölf Städten kennen die Mieten aber nur eine Richtung. Allein in der Landeshauptstadt Wien sind die Mieten noch einmal um durchschnittlich zwei Prozent gestiegen und erreichen damit einen Durchschnittswert von 14 Euro je Quadratmeter.

Doch nicht nur Wien verzeichnet inmitten der Corona-Pandemie steigende Preise. Ähnlich sieht es auch in Innsbruck und Salzburg aus. Beide Städte haben nicht nur eine Mietsteigerung von im Mittel drei Prozent erlebt, sie liegen bei der Quadratmetermiete auch deutlich über dem Niveau von Wien. So müssen bei der Wohnungssuche in Innsbruck durchschnittlich 17,70 Euro eingeplant werden. Salzburg ist derweil mit 15,70 Euro je Quadratmeter noch ein wenig günstiger.

Bei der Wohnungssuche in Österreich brauchen Umzugswillige mitunter viel Geduld. Dies gilt für Familien, die auf der Suche nach größeren Immobilien sind ebenso wie für Studenten, für die vor allem ein günstiger Mietpreis weit oben auf der Agenda steht.

Innsbruck bleibt landesweit Spitzenreiter
2020 hat Innsbruck seine Rolle als Spitzenreiter in Österreich ausbauen können. Seit 2019 verteuern sich die Mieten in der österreichischen Stadt unaufhaltsam und legen im Mittel um drei Prozent zu. Trotz der Mietzuwächse bleibt die Nachfrage nach Wohnungen in Innsbruck auf einem hohen Niveau. Angetrieben wird die hohe Nachfrage zum einen durch die wachsende Zahl von Arbeitnehmern aus der Tourismusbranche sowie Studenten. Mit seiner renommierten Universität gehört Innsbruck indes zu den angesehensten Universitätsstädten in Österreich. Rund 34.000 Studenten sind mittlerweile an der Innsbrucker Universität eingeschrieben. Seit Jahren kämpfen sie um bezahlbaren Wohnraum, doch die hohe Nachfrage und das stark begrenzte Angebot deuten nicht auf eine baldige Entspannung hin.

Studenten sorgen für gegenteiliges Bild
Darüber hinaus ist der Bauplatz in Innsbruck aufgrund der Lage stark eingeschränkt, die Wachstumsmöglichkeiten begrenzt. Schon 2019 haben Studenten dem Innsbrucker Bürgermeister einen Forderungskatalog ausgehändigt, in dem neue Konzepte für bezahlbaren Wohnraum festgehalten sind. Dabei ist den Verantwortlichen der Stadt die schwierige Wohnsituation durchaus bewusst. So beschlossen die Stadtvertreter bereits ein Jahr zuvor, eine zusätzliche Summe von 37 Millionen Euro in den Ausbau des Wohnungsangebots zu investieren.

In Salzburg gestaltet sich die Lage auf dem Markt der Mietimmobilien ähnlich wie in Innsbruck. Auch hier haben die Preise im vergangenen Jahr noch einmal deutlich zulegen können und stiegen um drei Prozent. Mit einem Plus von vier Prozent verbuchten die Mieten in Dornbirn ein deutliches Plus.

Während die hohe Zahl von Studenten in Innsbruck die weiteren Mietsteigerungen antreibt, zeigt sich in Wien und Salzburg ein gegenteiliges Bild. Beide Städte kämpfen gegen sinkende Studentenzahlen. So bleiben Immobilien, die früher vorwiegend als WG gemietet wurden, zunehmend leer.

Städte im Osten Österreichs mit deutlich günstigeren Mieten
Während die Mieten im Westen Österreichs deutlich zugelegt haben, bleibt der Osten des Landes vergleichbar günstig. Zwar haben die Städte im Burgenland in der Corona-Pandemie ebenso einen Mietzuwachs verzeichnet, doch die Quadratmeterpreise bleiben deutlich hinter denen in Salzburg oder Innsbruck zurück.


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