< Zurück zur Übersicht

Bitcoins Wandel zur grüner Energie

08. November 2020 | 08:38 Autor: Maria Müller Startseite

Bitcoins werden immer beliebter. Sie sind eine anonyme und sichere Art zu zahlen, eignen sich hervorragend für die Spekulation an der Börse und lassen sich auch als Investment-Option nutzen. Tatsächlich sind Kryptowährungen für die Umwelt aber gar kein gutes Geschäft. Wie viel Energie die Herstellung von Bitcoins und der Handel via Blockchains benötigt, wird Sie überraschen.

Wozu braucht man Bitcoins?
Wenn Sie bereits über Bitcoins in Ihrer elektronischen Briefbörse verfügen, dann eignet sich die Kryptowährung perfekt, um anonyme Zahlungen bei Sportwetten, in Online Spielotheken, wie das Mr Green Online Casino, oder anderen Dienstleistern zu tätigen. Denn die Kryptowährung macht nicht nur Ihre Bezahlung äußerst sicher, sondern wird auch sofort überwiesen. Gleichzeitig können Sie sich bei den genannten Anbietern auch Ihren Gewinn in Bitcoin auszahlen lassen. Dabei funktioniert dies mit dem Blockchain-Prinzip.

Wie funktioniert der Blockchain-Handel
Hier werden alle Rechner im Bitcoin-Netzwerk miteinander vernetzt. Sobald eine Transaktion vonstattengeht, wird diese mit einem langen Code verschlüsselt. Außerdem enthält dieser Schlüssel gleichzeitig die Informationen aller vorhergegangenen Transaktionen. Sollte bei den vorhergegangenen Transaktionen also etwas manipuliert oder gestohlen worden sein, würde es spätestens jetzt auffallen. Und da mehrere Rechner gleichzeitig die Transaktion im Netzwerk überprüfen und speichern, gilt die Bezahlung mit Kryptowährungen als extrem sicher.

Was ist daran so problematisch?
Das Problem hierbei ist die Codierung. Denn diese wird immer genauer, komplizierter und länger werden müssen, sodass mit jedem erstellten Block mehr Zeit vergeht, bis ein Computer einen passenden Code gefunden hat. Dieses Finden von Codes nennt sich Mining. Ohne diese Codes funktioniert keine Bitcoin-Transaktion. Bei der Berechnung des Stromverbrauches wird also nicht nur die Herstellung des Codes berechnet, sondern auch die Rechnerleistung, die zur Verfügung stehen muss, um die Transaktion permanent abzugleichen. Der Energieverbrauch wird dabei anhand der IP-Adresse des Servers berechnet. Forscher und Analytiker können daran feststellen, wo sich der Computer befindet, und ob er mit Kohle, Atomkraft oder grünem Strom läuft.

Durchschnittlich finden pro Sekunde im gesamten Bitcoin Netzwerk 26 Trillionen Anfragen auf einen Code statt. Das bedeutet, dass alle im Netzwerk angeschlossenen Computer so viele Codes in einer Sekunde abfragen. Von diesem 26 Trillionen Codes entsprechen aber nur 2 den nötigen Anforderungen, um als Bitcoin-Code zu dienen. Rechnet man Stromverbrauch, Internetleistung und den Standort der Rechner zusammen, so kommt man auf 300 Kilowattstunden Strom, die für eine einzige Bitcoin-Transaktion benötigt werden. Zum Vergleich: 300 Kilowattstunden Strom entsprechen dem monatlichen Energieverbrauch eines Haushaltes von drei Personen.

Der hohe Energieverbrauch
Wird diese Zahl auf das Jahr hochgerechnet, so liegt der Energieverbrauch von Bitcoin und Kryptowährungen durch Transaktion und Mining, in 2020 bei etwa 57 Terawattstunden. Schaut man sich den steigenden Verbrauch an, so wird der Energiebedarf 2021 noch höher liegen, und damit dem entsprechen, was das ganze Land Österreich an Elektrizität pro Jahr benötigt - nämlich 70 bis 80 Terawattstunden. Dies macht etwa 0,8 % des weltweiten Energiebedarfs aus. Um hier den CO2-Fußabdruck zu verringern, hat die Branche beschlossen, umzusiedeln. Denn 70 % aller Miner kommen aus China. Dort wird ihr Computer mit Kohle und mit Atomkraft betrieben. Die benötigten Kohlekraftwerke produzieren 22 Megatonnen Kohlenstoffdioxid, allein für die Kryptowährungen. Dies entspricht der jährlichen Umweltverschmutzung Hamburgs.

Von Atom und Kohle zu grüner Energie
Daher siedeln die Miner in andere Länder um, in denen grüner Strom zur Betreibung der Rechenleistung genutzt werden kann. Deswegen nutzen sie auch immer weniger Kohle und stattdessen die Kraft des Wassers und des Windes.

Norwegen und Island sind besonders beliebt. In Island ist es hauptsächlich die billige Wasserkraft, die die Stromkosten bei der Rechenleistung senkt. In Norwegen ist die Lefdal-Mine besonders beliebt, die immer weiter im Inneren des Bergwerkes ihre Räume öffnet und ausbaut. Hier wird wegen der kühlen Umgebung ebenfalls weniger Strom für die Rechner benötigt. Außerdem lässt sich dort in dieser Mine das angrenzende Wasserkraftwerk für grüne Stromproduktion nutzen.


    < Zurück zur Übersicht