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Krypto-Wallets: So behalten Sie die volle Kontrolle über Bitcoin und Co.

06. Juni 2020 | 07:25 Autor: Carmen Müller Startseite

Wer Kryptowährungen erwerben möchte, sollte sich bereits vorher für eine sichere Verwahrungsmöglichkeit entscheiden. Die sogenannten Wallets, die für Bitcoin und Co. als digitale Geldbörse dienen, gibt es in verschiedenen Varianten und Sicherheitsstufen. Online-, Offline-, Hardware- und Paper-Wallet besitzen dabei jeweils eigene Vor- und Nachteile.

Online-Wallet
Krypto-Börsen und Krypto-Plattformen ermöglichen den Handel mit Bitcoin und Co. Technisch betrachtet, stellen sie zwar keine Krypto Wallet dar. Doch viele Nutzer verwenden solche Plattformen trotzdem, um digitale Währungen aufzubewahren. Insbesondere diejenigen, die Vorteile aus der Marktfluktuation ziehen möchten, profitieren von diesem Vorgehen. So lassen sich die digitalen Währungen schneller handeln und schneller in andere Währungen tauschen.

Krypto-Börsen verfügen dabei über eine Sicherheits-Architektur, die sich durchaus mit der Struktur digitaler Wallets vergleichen lässt. Im Vergleich zu solchen bergen sie allerdings größere Risiken und eine geringere Sicherheit. So zeigte die Vergangenheit einige Vorfälle, in denen kleine und große Sicherheitslücken auftraten. Bei den Vorfällen rund um die BTC-Plattform MtGox lösten sich beispielsweise mehrere Millionen Dollar in Luft auf.

Wer dennoch eine Online-Wallet verwenden möchte, um ihre Vorteile zu nutzen, sollte dort nur einen kleinen Teil der Kryptowährungen aufbewahren. Für den größeren Teil empfiehlt sich eine Offline-, Hardware- oder Paper-Wallet, die mehr Sicherheit verspricht.

Offline-Wallet
Eine Offline-Wallet funktioniert, ihrem Namen entsprechend, offline und benötigt keinen Internetanschluss. Es handelt sich bei ihr somit um eine Applikation, die auf den Laptop oder das Smartphone heruntergeladen wird. Ein Beispiel bildet die Bitcoin-Wallet von Electrum, die auf einer einfachen Bedienung und einem übersichtlichen Interface beruht. Innerhalb der Krypto-Community gilt sie als vertrauenswürdig und wird entsprechend oft verwendet.

Da die Offline-Wallet ohne Internetverbindung auskommt, bildet sich ein weiterer Sicherheits-Layer. Zugriff auf die Wallet erhält außerdem nur derjenige, der Zugriff auf das entsprechend Gerät hat, auf dem die App installiert ist. Zusätzlich bleibt die Kontrolle über den Private Key beim Besitzer der Wallet. So kann dieser als wichtigster Part der Bitcoin-Wallet sicher verwahrt werden.
Ein Nachteil der Offline-Wallet ist aber, dass auch sie sich hacken lässt. Befinden sich Viren oder Malware auf dem Laptop, so können diese auch die Wallet angreifen. Wer dieses Risiko umgehen möchte, kann auf eine Hardware-Wallet zurückgreifen.

Hardware-Wallet
Eine Hardware-Wallet bezeichnet ein physisches Objekt, das sich per USB-Anschluss mit dem Computer verbinden lässt. Es verstärkt die Sicherheit der digitalen Währungsbestände und trennt diese nicht nur vom Internet, sondern ebenfalls von Laptop, Smartphone und Co. Somit können Viren und Malware nicht auf die Wallet übergreifen, während diese nicht an das infizierte Gerät angeschlossen ist.
Die beliebtesten Hardware-Wallets stammen von Trezor und Ledger. Sie bieten Sicherheit, Benutzerfreundlichkeit und Mobilität. Insbesondere bei großen Bitcoin-Vorräten bilden sie oft das Mittel der Wahl. Kommen sie allerdings mit einem von Malware infizierten Rechner in Berührung, entstehen auch hier Sicherheitsrisiken. Wer wirklich auf Nummer Sicher gehen möchte, kann nur noch auf eine Paper-Wallet zurückgreifen.

Paper-Wallet
Eine Paper-Wallet besitzt ein Oldschool-Flair und gilt derzeit als die wohl sicherste Aufbewahrungsmethode. Sie besteht aus einem Stück Papier, das die wichtigsten Informationen festhält. Die Form kann entweder einem QR-Code entsprechen oder den privaten sowie öffentlichen Schlüssel ausweisen.

Wer die Paper-Wallet in einem Safe aufbewahrt, kann sicher sein, dass so schnell niemand unbefugten Zugang zur digitalen Wallet erhält. Sie wird außerdem weder mit einem Rechner noch mit dem Internet verbunden. Hacker und Malware erhalten somit absolut keine Chance. Der einzige Nachteil einer Paper-Wallet besteht darin, dass Papier weder gegen Feuer noch Wasser immun ist. Sollte es zu einem Brand oder einem Rohrbruch kommen, kann die Wallet somit in Mitleidenschaft gezogen werden. Wer dieses Risiko durch eine gute Aufbewahrung reduzieren kann, besitzt jedoch die sicherste aller Wallets.


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