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Flugverspätungen auf Geschäftsreisen: Ihre Möglichkeiten

Flugverspätungen auf Geschäftsreisen: Ihre Möglichkeiten

07. Jänner 2019 | 11:20 Autor: Thomas Kraus Startseite

Viele Geschäftsreisende nehmen Ihr Recht auf Entschädigung nicht wahr, wenn ihr Flug Verspätung hat. Dabei gilt laut EU-Verordnung Nr. 261/2004 ein Anspruch auf Entschädigung - unabhängig davon, wer den Flug bezahlt hat. Und gerade Vielflieger sind häufig von Verspätungen betroffen. Für Sie als Geschäftsreisenden sind Flugverspätungen nicht nur lästig, sie können Ihnen und Ihrem Unternehmen sogar beträchtlichen Schaden zufügen.

Verspätet sich Ihr Flug um mehr als zwei Stunden, haben Sie gegenüber der Airline einen Anspruch auf Versorgungsleistungen. Ihr Anspruch auf Entschädigung gilt ab einer dreistündigen Verspätung sowie für annullierte Flüge.

Wie hoch ist Ihre Entschädigung für eine ausgefallene Dienst- oder Geschäftsreise?
In welcher Höhe Sie entschädigt werden können, hängt ausschließlich von der Flugdistanz ab. Und das Recht auf Entschädigung haben Sie nur dann, wenn

  • die Airline selbst für die Verspätung verantwortlich ist,
  • der Flug innerhalb der EU gestartet oder gelandet ist und
  • es sich um eine europäische Airline handelt.

Für Flugverspätungen aufgrund von Streiks oder schlechter Wetterbedingungen haben Sie also keinen Anspruch.

Es spielt keine Rolle, wie viel Sie effektiv für den Flug bezahlt haben. Auch so genannte Billig-Airlines haben sich an die EU-Verordnung zu halten. Die Entschädigungsbeträge liegen zwischen 250 und 600 Euro und staffeln sich folgendermaßen:

  • bei einer Flugstrecke von bis zu 1.500 Kilometern stehen Ihnen 250,00 Euro zu,
  • bei einer Strecke zwischen 1.501 und 3.500 Kilometern 400 Euro und
  • bei einer Strecke ab 3.500 Kilometern 600 Euro.


So erhalten Sie Ihre Entschädigung bei Flugverspätungen

Um einen Anspruch auf Entschädigung einreichen zu können, benötigen Sie Ihre Flugnummer, das Datum des Fluges und den Namen des Fluggastes. Trotz der EU-Verordnung kann es schwierig werden, Ihre Ansprüche gegenüber der Airline durchzusetzen. Anspruchsteller berichten zum Beispiel, dass die zuständigen Mitarbeiter abblocken, die Ansprüche ignorieren oder sogar jegliche Verantwortung der betroffenen Airline abstreiten.

Reiserechtsexperten sind eine sehr gute Adresse, wenn Sie Ihre berechtigte Entschädigung durchsetzen möchten. Im Internet finden Sie entsprechende seriöse Anbieter, die von zufriedenen Anspruchstellern empfohlen werden. Zu ihnen zählt das Unternehmen Flightright GmbH mit Sitz in Potsdam. Sie hat sich darauf spezialisiert, bei Flugverspätung auf Geschäftsreisen Ihre berechtigten Ansprüche anzumelden und durchzusetzen. Auf flightright.at können Sie schnell prüfen, ob und in welcher Höhe Ihnen für Ihren annullierten und verspäteten Flug eine Entschädigung zusteht. Sie finden eine übersichtliche Tabelle aktueller Flugausfälle und Flugverspätungen sowie einen leicht zu bedienenden Online-Rechner.

Wer erhält die Entschädigung für eine Flugverspätung während der Geschäftsreise?
In Verbindung mit Flugverspätungen auf Geschäftsreisen herrscht oft Unsicherheit, wem die Entschädigung zusteht - dem Arbeitgeber oder dem reisenden Arbeitnehmer. Das Landgericht Aurich urteilte 2010, dass die Entschädigung nicht demjenigen zusteht, der den Vertrag mit der Airline geschlossen hat, sondern grundsätzlich dem Passagier selbst. Aber auch der Arbeitgeber kann Schadensersatz geltend machen, sofern ihm nachweislich ein Schaden durch die Verspätung entstanden ist.

Der Arbeitgeber kann übrigens vorab vertraglich vereinbaren, dass Ausgleichszahlungen an ihn abgetreten werden müssen. Wer als Arbeitnehmer von einer Flugverspätung auf seiner Dienstreise betroffen ist, sollte sich im Unternehmen über die geltenden Regeln informieren.


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