2,5 Millionen Euro Investition in Cyber Factory

2,5 Millionen Euro Investition in Cyber Factory

Klagenfurt (A) 2,5 Millionen Euro investierte das bfi Kärnten im vergangenen Jahr in den Ausbau seines bestehenden Standorts in St. Stefan/Lavanttal. Das Land Kärnten unterstützte das Projekt über die Lehrwerkstättenförderung, um damit neue und zukunftsorientierte Lehrlings- und Fachkräftequalifizierungen sowie Schulungsmöglichkeiten im Bereich Industrie 4.0 zu ermöglichen.

Die „Modellfabrik“ mitsamt ihren intelligenten Anlagen bietet zukünftig die Möglichkeit unterschiedliche Projektaufgaben und entsprechende digitale Prozesse zu simulieren. Sie kann sowohl für die Forschung als auch für die Aus- und Weiterbildung – unter anderem in den Bereichen Metall-, Stahl- und Maschinenbau, Mechatronik und Robotik – eingesetzt werden.

Am 11.5.2022 erfolgte die Eröffnung der „Cyber Factory“ durch Landesrat Daniel Fellner in Vertretung von Landeshauptmann Peter Kaiser, Bürgermeister Hannes Primus und AK-Präsident Günther Goach. Er sei sehr erfreut darüber, dass dieses neue Projekt gerade im Lavanttal umgesetzt worden sei, betonte Fellner. „Das Lavanttal nimmt sich als Region wahr und das ist der Nährboden für eine tolle Entwicklung. Hier in der neuen Cyber Factory wird die Zukunft des Lernens gezeigt“, so der Landesrat. Der Raum zwischen Villach, Klagenfurt und Graz werde gerade in den kommenden Jahren immer näher zusammen-, und damit das Lavanttal immer stärker in das Zentrum rücken. „Hier sind gerade auch Fortbildungsmöglichkeiten wie die Cyber Factory wichtig, damit Unternehmerinnen und Unternehmer zukünftig mit topausgebildeten Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer zusammenkommen“, erklärte Fellner.

„Mit der Cyber Factory gehen wir mit großen Schritten in Richtung Zukunft“, sagte Primus. Man müsse heute auf dem neuesten Stand der Technologie sein und Know-How anbieten können. St. Stefan habe sich zu einem Bildungscampus entwickelt, der großartig sei. „Als Bürgermeister macht es mich sehr stolz, bei Eröffnungen wie heute dabei sein zu können“, so Primus.

Goach sagte, die Zukunft der Kärntnerinnen und Kärntner und insbesondere der Jugend sei den Verantwortlichen für das Projekt sehr viel wert. „Das Entscheidende ist, dass die Menschen Zukunft haben. Der Kampf der billigsten Hände findet wo anders statt. Wir müssen den Kampf der besten Köpfe gewinnen. Die Cyber Factory ist ein Mosaikstein dazu, dass wir uns im Digitalisierungs- und Bildungsbereich so firm machen, dass Investorinnen und Investoren den Standort Kärnten als wesentlich sehen“, erklärte der AK-Präsident.

Die „Cyber Factory“ des bfi-Kärnten ist eine Nachbildung der Produktionstechnik eines produzierenden Unternehmens, eines technischen Prozesses im Labormaßstab oder einer Fabrik mit Modellcharakter. Die darin abgebildeten Lerninhalte und Schlüsselfunktionen reichen von der Planung im Rahmen von ERP und SAP, der Virtualisierung via Virtual bzw. Artificial Reality über Fertigung, Logistik, Instandhaltung und Qualitätssicherung bis hin zu einer Montagelinie. Die „Cyber Factory“ soll sich als Kooperationsknoten im Netzwerk von Unternehmen, Schulen, Universitäten, Forschungsinstitutionen und Einrichtungen der Lehrlings- und Fachkräfteausbildung einfügen. Als zentraler Bestandteil des neuen und erweiterten Ausbildungsangebots des bfi-Kärnten wertet die „Cyber Factory“ den bfi-Standort St. Stefan für die Zukunft auf. Das gesamte Investitionsvolumen beträgt rund 2,5 Millionen Euro und umfasst ebenso die baulichen Adaptierungen und Modernisierungsmaßnahmen am Standort. Gekoppelt mit einem erweiterten Ausbildungskonzept werden flexible Anpassungsmöglichkeiten an zukünftige Anforderungen geschaffen. Mit 73 Ausbildungsplätzen in den Bereich IT, Elektrotechnik und „Cyber Factory“, 92 im Bereich Metall und 85 im Seminarbereich summiert sich das Schulungsangebot in St. Stefan auf insgesamt 250 Ausbildungsplätze.

 

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