Eugendorf (A) Als Herstellerin von Autotransportern und Spezialnutzfahrzeugen war die Kässbohrer Transport Technik GmbH beginnend mit 2019 gleich von multiplen Krisen in der Branche betroffen: nicht mehr funktionierenden Lieferketten und fehlenden Elektro-Chips, über Monate verspätete oder überhaupt fehlenden LKWs für die Aufbauten, pandemiebedingte Produktionsausfälle wie bei vielen anderen Industrieunternehmen auch und schließlich Kostensteigerungen beim Stahl sozusagen über Nacht um das Drei- bis Vierfache bei 15 bis 20 Tonnen Qualitätsstahlbedarf pro Fahrzeugtransporter. Nach insgesamt vier vorangegangenen Verlustjahren ist es im aktuellen Wirtschaftsjahr nunmehr mit großen Anstrengungen des gesamten Teams gelungen, Kässbohrer wieder in die Gewinnzone zu führen und per 30.6.2024 mit einem positiven Geschäftsergebnis abzuschließen!
Autotransporter aus dem Hause Kässbohrer sind wieder international gefragt und bilden den Kern der Marke Kässbohrer mit einer über 130jährigen Industriegeschichte. Neben der langjährigen Markt- und Qualitätsführerschaft in Zentraleuropa ist es Kässbohrer nunmehr auch gelungen, den skandinavischen und südeuropäischen Markt zu erobern und mehrjährige Partnerschaften mit führenden Logistikunternehmen zu schaffen. Damit kann die Produktion unter der neuen Geschäftsführung mit Markus Guggenbichler und Alexander Pirker nach der erreichten Verdoppelung in den letzten zwölf Monaten nunmehr langfristig und stabil auf diesem Niveau ausgerichtet werden. Das ist nicht nur für die internationalen Kunden von Kässbohrer sehr wichtig, sondern auch für die zahlreichen, oftmals regionalen Lieferpartner und natürlich auch für die gesamte Belegschaft.
Weiter wachsen will das Unternehmen vor allem qualitativ und im Bereich der technologisch anspruchsvollen und nachhaltigen Fahrzeugbaulösungen. Dazu werden neben den bereits realisierten, weltweit ersten vollelektrischen Fahrzeugtransporteraufbauten im kommenden Wirtschaftsjahr bereits fast ein Zehntel der Produktion mit emissionsfreien Trägerfahrzeugen bewerkstelligt. Neben batterieelektrischen Lösungen wird in naher Zukunft auch ein Wasserstoff H2-Kompetenzfeld aufgebaut. Weiter ausgebaut sollen bereits bestehende Dienstleistungen im Bereich der Kreislaufwirtschaft werden, beispielsweise bei der fabriks- und fachgerechten Aufbereitungen und Sanierung von Nutzfahrzeugen für ein weiteres Produktleben bei maximaler Schonung von Ressourcen.
Stolz ist man bei Kässbohrer Transport Technik auch auf die gelungene technische Entwicklung der sogenannten r2L Connectoren welche in Kooperation mit den Partnern Vega International Car-Transport and Logistic-Trading Gesellschaft m.b.H. (Salzburg) sowie der VTG GmbH (Hamburg) am Markt etabliert werden konnte. Damit wird ein wichtiger Beitrag für die CO2 Einsparung durch den Transport von Nutzfahrzeugen auf die Schiene erreicht. Weitere Schwerpunkte werden die Themen Weiterbildung und Qualifikation für alle Mitarbeitenden und Gesundheitsförderung am Arbeitsplatz sein.

