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Jochen Ressel: Geschäftsführer des Senats der Wirtschaft, ehemaliger semiprofessioneller Sportler, Multi-Vereins-Engagements und Mitglied des Domchors der Dommusik St. Stephan Wien.

Jochen Ressel: Ein Manager mit Herz, Hirn, Verstand – und einer göttlichen Stimme

08. April 2019 | 08:42 Autor: Julia Köberl | WIRTSCHAFTSZEIT Vorarlberg, Tirol, Steiermark, Salzburg, Oberösterreich, Niederösterreich, Kärnten, Schweiz, Burgenland, Liechtenstein, Deutschland, Startseite, Wien

Wenn man die Tätigkeiten, denen Jochen Ressel nachgeht, auf seiner Website jochen-ressel.com liest, überkommt einem als erster der Gedanke „Wie schafft er, das alles unter einen Hut zu bringen?“. Denn es gibt wohl keinen Bereich, in dem der gebürtige Mariazeller nicht aktiv ist.

Beruflich höchst erfolgreich als Geschäftsführer des SENAT DER WIRTSCHAFT, unterstützt er zusätzlich Bösmüller Print Management in der PR und leitet den Fachbereich Kommunikation des Zentrums für Risiko- & Krisenmanagement-ZRK. Außerdem blickt der 46jährige Manager, der gern in Tracht auftritt, auf eine umfangreiche Sportkarriere – vom Skilehrern über Staatsmeisterschaftsteilnahmen im Fechten u.v.m. zurück. Beeindruckend liest sich auch die Liste der sozialen Engagements des politisch interessierten Europäers aus Überzeugung.

Wenn es dann am Freitag nach einer harten Arbeitswoche mit zahlreichen Abend-Events, ob Eigenveranstaltungen oder Business-Einladungen, für die meisten Manager direkt auf die Couch vor den Fernseher geht, begibt sich Jochen Ressel zur Probe in den Dom. Hier holt sich der Networker aus Leidenschaft seine Energie „Wenn 95 Menschen gemeinsam etwas durch Musik ausdrücken wollen und dabei unseren Schöpfer ehren, dann verleiht einem das eine unglaubliche, unvergleichliche Energie, der sich keiner entziehen kann“, schwärmt Ressel im Gespräch mit der wirtschaftszeit. Geübt für die Auftritte wird nicht nur bei den Proben, sondern auch bei den langen täglichen Straßenbahnfahrten mit Partitur-Studium und Kopfhörern.

So konträr und vielfältig das Leben und Wirken von Jochen Ressel auch wirken mag. Eines zieht sich wie ein roter Faden durch alle Aktivitäten: Ressels Anliegen, einen Beitrag zu leisten, unsere Kultur weiterzutragen, wertzuschätzen und symbiotisch zu nutzen, um in Frieden und Ruhe mit sich selbst, den Mitmenschen und der Natur leben zu können. Dabei lebt Ressel die Überzeugung, dass alles andere uns reicher macht, als Geld es kann. Diese Philosophie deckt sich auch mit der Grundgesinnung, mit der er seinen Brotberuf ausübt. Der SENAT DER WIRTSCHAFT ist ja eine überparteiliche, wirtschaftspolitische Organisation, die sich um die Etablierung einer gemeinwohlorientierten und ökosozialen Marktwirtschaft bemüht.

Von der 1.500 Seelen-Gemeinde in den Goldenen Saal des Musikvereins
Der Weg zum Jochen Ressel, der der gebürtige Mariazeller heute ist, war dabei aber keinesfalls linear. Zwar wurde ihm von seinem Elternhaus sowohl sein intensiver Glaube als auch die Liebe zur Musik sowie das Unternehmertum in die Wiege gelegt, doch das klassische WU Studium oder eine musikalische Ausbildung waren in der Kindheit und Jugend keine Option. Für die Erfüllung des Traums einer Künstlerkarriere war weder das nötige Geld noch die Möglichkeiten in der 1.500 Seelen-Gemeinde vorhanden.

So absolvierte der Steirer die HAK und begab sich direkt in die Selbstständigkeit. Sein Weg zum SENAT DER WIRTSCHAFT wurde durch seine Tätigkeit als General Manager des Businessclubs k47 geebnet. Die semiprofessionelle Musikkarriere ergab sich eher zufällig durch den Eintritt in den Kirchenmusik-Verein St. Ulrich am Spittelberg. Darauf folgte ein Externisten Studium am Prayner Konservatorium und am Vienna Konservatorium in den Lehreinheiten für Chorgesang.

Dass sein Hobby ihn 2014 zum Mitglied als Tenor des Domchors der Dommusik St. Stephan Wien machen würde und ihm die Möglichkeit eröffnen würde, im wohl begehrtesten Musiksaal der Welt  - dem goldenen Saal des Musikvereins - aufzutreten, und vor 16.000 Zuschauern neben Andrea Boccelli in der Stadthalle zu singen, davon hätte der bescheidene Steirer wohl nie zu träumen gewagt.

  • „EIN LAND IST REICH, WENN ES DIE KULTUR FÖRDERT. KULTUR IST REICHTUM, NICHT UMGEKEHRT.“
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  • Dieses Zitat von Claudio Abbado, Dirigent und ehem. Generalmusikdirektor der Wiener Staatsoper, geboren wie Jochen Ressel an einem 26. Juni, widerspiegelt die Lebensphilosophie des Multisassers nach eigener Aussage am treffendsten.
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