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Klangvolle Designmöbelstücke - die zweite Chance von Musikinstrumenten

28. Oktober 2019 | 15:11 Autor: Ausgespielt Vorarlberg, Wien, Steiermark, Salzburg, Oberösterreich, Niederösterreich, Kärnten, Schweiz, Burgenland, Liechtenstein, Deutschland, Startseite, Tirol

Buchkirchen (A) Eine ausgediente Gitarre als hängendes Sideboard oder ein altes Klavier als Sofa – Unikate, die Samuel Karl in seiner Werkstatt in Buchkirchen, Oberösterreich, selbst herstellt. Unter dem Namen „Ausgespielt – music furniture“ verwandelt der 26-Jährige Instrumente in individuelle Designmöbelstücke. Mit jedem handgefertigten Mobiliar möchte der Jungunternehmer seine Philosophie weitergeben: Jeder hat eine zweite Chance verdient.

Präzise Handarbeit mit musikalischem Talent
Bei seiner Arbeit legt Samuel Karl großen Wert darauf, die ursprüngliche Optik des Musikinstrumentes zu bewahren und es so umzugestalten, dass es sinnvoll nutzbar ist und nicht nur als Kunstobjekt fungiert. Um die richtige Form zu erhalten, baut er zunächst Schablonen und bearbeitet dann das Objekt. Da das Material der Instrumente in geschwungenen Formen unter Spannung steht und sich schnell aufbiegt, ist die Weiterverarbeitung eine Herausforderung. „Es kommt auch öfters vor, dass alte Instrumente porös sind. Da sollte jeder Schnitt passen“, sagt Tischler Samuel Karl. Neben der Liebe zur Präzision, begeistert den Nachwuchsdesigner der Werkstoff Holz. „Aus Holz lassen sich mit den einfachsten Werkzeugen nützliche Dinge herstellen; das Planen, Designen und Umsetzen meiner Ideen haben mir schon immer Spaß gemacht.“ Der Hobby- Schlagzeuger hat ein Auge für Musikinstrumente, die sich zu Möbelstücken umfunktionieren lassen. „Ich habe mal aus einer Trommel ein Aquarium gebaut und ein Klavier als Kommode mit unterschiedlichen Schubladen umgebaut– das waren meine Lieblingsprojekte.“

Früh übt sich
Die Leidenschaft, etwas aus Holz zu fertigen, hat Samuel Karl bereits mit acht Jahren für sich entdeckt: „Im Keller meines Elternhauses habe ich mir eine Werkstatt eingerichtet, Holzbilderrahmen gebastelt und diese verkauft.“ Die Kunst des Tischlerns hat er an der Fach- und Meisterschule Hallstatt erlernt. Auf die Idee, Möbel aus Musikinstrumenten zu fertigen, kam er in seinem dritten Ausbildungsjahr. „Ich wollte die Ladentheke eines Musikgeschäfts aus Instrumenten bauen. Als das Konzept stand, stellte ich Zuhause erste Prototypen her. Mit den umgebauten Instrumenten bin ich dann nach Wien gefahren, um sie auf einer Messe potenziellen Kunden zu präsentieren.“ Seit 2016 baut er nun, unter dem Namen „Ausgespielt – music furniture“, gebrauchte Musikinstrumente in gebrauchsfähige Möbelstücke um.

Eine zweite Chance für jeden
Faszinierend findet der Jungunternehmer, dass jedes Musikinstrument mit seinen Kratzern und Beulen eine eigene Geschichte erzählt. „Musikinstrumente werden über Jahrzehnte genutzt und über Generationen weitergegeben. Daran hängen viele Erinnerungen und Emotionen, die schmeißt man nicht einfach weg.“ Die alten Musikinstrumente bekommt er von Musikhäusern oder Privatpersonen. Auf individuellen Wunsch baut er Familienerbstücke um, wie z.B. eine alte Gitarre, welche sich der Kunde mit 18 Jahren gekauft hatte und so seine Jugendliebe eroberte. Nach 45 Jahren dient diese geschichtsträchtige Gitarre nun als Weinständer im Wohnzimmer der Kundschaft Mit jedem verkauften Möbelstücke möchte Samuel Karl so seine Philosophie weitergeben: „Jeder hat eine zweite Chance verdient“.

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Ausgespielt | Samuel Karl

Hundshamerstraße 16, 4611 Wels
Oberösterreich
+43 699 19 28 50 80

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