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So macht Zahngesundheit auch den Kleinen Spaß: Das Wiener Start-Up Playbrush revolutioniert Zahngesundheit spielerisch

09. März 2017 | 10:12 Autor: Frohe Botschaft Österreich, Wien

Wien (A) 25 Länder haben die Österreicher schon erobert. Viele Eltern kennen es: Die lästigen Diskussionen, wenn sich der Nachwuchs um die ungeliebte Zahnputzroutine drücken will. Der Bloototh Zahnbürstenaufsatz von Playbrush soll dem Badezimmer-Debakel auf smarte Weise beikommen. Es verwandelt die Handzahnbürste in einen Gamecontroller, mit dem die Kids lehrreiche auf dem Smartphone oder Tablet spielen können.

Das Resultat: Gesunde Zähne, motivierte Kinder, entspannte Eltern und ein aufstrebendes Unternehmen mit Sitz in London und Wien, das bereits 60.000 Sets in über 25 Ländern verkauft hat. Tendenz steigend. Erst kürzlich ist Playbrush ein Co-Branding mit Konzernriese Unlilever eingegangen, um als Signal-Playbrush den französischen Markt zu erobern. Und auch der begehrte Health Award, besser bekannt als Oscar der Gesundheitsbranche, gehört seit 2016 zur Trophäen-Sammlung der Gadget-Erfinder.

Auf die Idee zu Playbrush kam der Österreicher Paul Varga über sein Patenkind Louis. „Der Kleine brachte seine Eltern jeden Abend zur Weißglut. Er wollte sich einfach nicht die Zähne putzen“, so Varga. Einige Bier-Abende später stand für Varga und seine beiden Freunde Matthäus Ittner und Tolulope Ogunsina fest: Eine spielerische Lösung muss her, die auch den Kids Freude macht. Ihre Lösung nannten sie Playbrush: Ein einzigartiger Hardware-Aufsatz mit einem Verbindungselement aus farbigem Gummi, auf den die handelsübliche Zahnbürste gesteckt wird und sie via Bluetooth zu einem Gamecontroller umwandelt. Sobald eine Verbindung zum Handy oder Tablet besteht, können vier verschiedene Zahnputz-Spiele gestartet werden. Die Spielfiguren werden durch die Putzbewegung gesteuert. Eingebaute Bewegungssensoren messen das Putzverhalten in Bezug auf Position, Geschwindigkeit und Dauer. Ein ausgeklügelter Algorithmus stellt sicher, dass überall im Mund lange genug und gründlich geputzt wird. Das Ergebnis ist sofort sichtbar: Ein Echtzeit-Feedback in Form von Statistiken und ein Belohnungssystem motivieren die Kinder zusätzlich.

Mit diesem Gadget entwickelten die Freunde eine völlig neuartige Technologie, die bisher unerreicht und einzigartig auf dem Markt ist. „Playbrush ist das erste Verfahren, welches das Putzverhalten von Kindern spielerisch beeinflusst, damit sie die tägliche Mundhygiene verbessern“, so Gründer Paul Varga. „Es gibt keine andere Lösung, die mit einer handelsüblichen Zahnbürste funktioniert“, weiß Varga, der mit seinen Co-Foundern bereits Standorte in Wien und London aufgebaut hat. Dabei sind die Aufgaben klar verteilt: Paul Varga, der Biotechnologie in Wien studierte, ist für das Business Development zuständig. Am University College London lernte er den Computer-Techniker Tolulope Ogunsina kennen, der für die Entwicklung der Spiele zuständig ist. Und Matthäus Ittner, der BWL und internationales Management in der österreichischen Landeshauptstadt bzw. an der IE Business School in Madrid studierte und seit Kindertagen mit Paul Varga befreundet ist, kümmert sich um das Marketing und die Finanzen.

Bei der Entwicklung ließ sich das Team auch von renommierten Zahnärzten beraten, darunter Dr. Paul Ashley, Leiter der Kinderzahnheilkunde am Eastman Dental Hospital in London.

Seit seinem Start in 2014 stößt das Unternehmen auf großes Interesse. Vielen ist das Start-Up aus dem TV-Format „2 Minuten, 2 Millionen“ bekannt, bei dem es vor gut einem Jahr ein Investment von 550.000 € einfuhr. Aber auch schon in 2014 setzten Business-Angel Hansi Hansmann und die Venture Capital Firma Speedinvest nach einer erfolgreichen Crowdfunding Kampagne auf das Start-Up und investierten insgesamt 700.000 Euro. Seither wurden rund 60.000 Playbrush-Aufsätze in über 25 Ländern verkauft - darunter Deutschland, Österreich, Schweiz, UK und Frankreich. Partnerschaften wie zum Beispiel mit Tchibo sorgten für große Aufmerksamkeit auf dem Gesundheits- und Gaming-Markt und auch zahlreiche Auszeichnungen wie der Health Media Award in 2016 oder der Gamification World Award 2015 in der Kategorie „Best Technological Innovative Contribution“, spiegeln den Erfolg des jungen Unternehmens wider.

Der neuste Coup der Österreicher: Ein Co-Branding mit Konzernriese Unilever. Eine Partnerschaft, auf die das Playbrush-Team stolz ist: Exklusiv für den französischen Markt wird aus Playbrush eine Signal-Playbrush, was für die Köpfe von Playbrush ein riesiger Erfolg ist: „Wir freuen uns sehr über die Partnerschaft mit Unilever. Vor allem darüber, dass ein solch riesiges Unternehmen so schnell und unkompliziert agiert und auf die Gepflogenheiten eines Startup-Unternehmens Rücksicht nimmt. Das ist nicht selbstverständlich“, freut sich Playbrush-Gründer Paul Varga. Seit Dezember schon sorgen die ersten Playbrush mit dem Logo der Unilever-Marke Signal für fröhliches Zähneputzen in Frankreich.

Dabei belastet das Putzvergnügen den Geldbeutel unwesentlich: Playbrush ist inklusive vier Gratis-Spielen, einer Zahnbürste und einer Halterung für das Smartphone, für 29,99 Euro online zu erstehen. Interessant für Familien: Mehrere Personen können sich einen Aufsatz teilen, eigene Spielerprofile anlegen und damit gemeinsam auf die Jagd nach den Karies-Monstern gehen. Geeignet ist Playbrush für Kinder ab 3 Jahre – der Erfahrung nach putzen sich aber auch Teenager und sogar Erwachsene gerne mit Playbrush die Zähne.


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Playbrush GmbH

Gentzgasse 14-20/20/14, 1180 Wien, Österreich

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