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Klimaschutz "Made in Austria" – Energieinnovationen und mehr

01. April 2021 | 14:46 Autor: Johann Müller Startseite

Der Klimaschutz ist ein Thema, das die gesamte Welt bewegt. Elektromobilität, erneuerbare Energien und Innovationen, die Emissionen verringern können, werden überall und mit Hochdruck erforscht. Auch in Österreich nimmt man sich diesem wichtigen Thema seit geraumer Zeit an. Lesen Sie in diesem Artikel, welche Pläne bezüglich des Umweltschutzes im Raum stehen und wie die Regierung damit gleichzeitig auch die Wirtschaft ankurbeln will.

Warum ist Klimaschutz so wichtig?
Die Klimakrise kommt – und jeder Mensch trägt seinen Teil dazu bei. Autofahren, Fliegen, Fleisch essen… viele Handlungen unseres alltäglichen Lebens sind absolut nicht emissionsfrei und tragen zu einem vermehrten Ausstoß von Treibhausgasen bei. Der Klimaschutz geht uns wirklich alle an. Und auch wenn jeder seinen kleinen Teil dazu beiträgt, umweltfreundlicher zu leben und zu handeln, braucht es doch die Unterstützung der Regierung und der großen Konzerne, um die Klimaziele zu erreichen.
Neben guten und sicheren Arbeitsplätzen soll das Vorantreiben des Klimaschutzes vor allem eine gute und lebenswerte Zukunft für alle schaffen.

Klimaschutz und wirtschaftlich handeln – passt das zusammen?
Während es für viele Ökonomen der alten Schule ein Fakt ist, dass die Konzentration auf Klimaschutz und umweltfreundliches Handeln die Wirtschaft eher stagnieren lässt, so passt dieser Standpunkt nicht mehr in unser heutiges Bild. Das erklärte Ziel ist die Verbindung von Klimaschutz und Wirtschaftswachstum; Renate Scheichelbauer-Schuster von der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ) bezeichnet den Klimaschutz sogar als „Investitions- und Wirtschaftsturbo“ – wenn dieser auch richtig umgesetzt wird.

Und auch an anderen Stellen wird investiert: 24,5 Millionen Euro aus dem Konjunkturpaket für zukunftsweisende Projekte flossen bereits in das Projekt Vorzeigeregion Energie in Linz.

Kleine Schritte führen zum Ziel
Leider kann man Klimaziele nicht von einem Tag auf den anderen erreichen – so wird auch Österreich nicht von heute auf morgen plötzlich emissionsfrei sein. Und auch wenn plötzlich die gesamte Bevölkerung Österreichs zuhause bleiben würde und ein Buch lesen oder Online Sportswetten am Smartphone spielen würde – Menschen werden immer einen gewissen Wert an Emissionen erzeugen und dadurch den Klimawandel vorantreiben.

Um die Ziele letztendlich zu erreichen, ist ein schrittweises Vorgehen gefragt, das sich früher oder später auf alle Bereiche auswirkt. Für die Jahre 2021 und 2022 hat sich Österreich allerdings viel vorgenommen. Für beide Jahre kündigte das Bundesministerium eine Klimamilliarde an – das bedeutet eine Investition von zwei Milliarden Euro innerhalb der nächsten zwei Jahre. In dem Rahmen wurde gerade erst ein über 750 Millionen Euro schweres Investitionspaket für die Sanierung von Heizungen genehmigt, wodurch bis 2022 ein Umstieg auf saubere Heizungen erreicht werden soll.

Warum sich nachhaltiges Handeln für Unternehmen lohnt
Nachhaltige Energien und umweltfreundliche Ressourcen sind auch bereits in anderen Branchen ein interessantes Thema. So zum Beispiel auch im Tourismusgewerbe. Nun hat ein Start-up aus Tirol damit begonnen, typische Accessoires für Hotels auf eine umweltfreundliche und ökologisch unbedenkliche Art und Weise herzustellen. Zu ihrem Angebot gehören zum Beispiel Bambuszahnbürsten, umweltfreundliche Wattepads und Hausslipper aus nachhaltigen Materialien. Das Konzept schlägt ein.
Für Unternehmen lohnen sich die Investitionen in den Klimaschutz. Die geplanten Investitionsprämien beschränken sich nämlich ausschließlich auf nachhaltige Projekte – Investitionen die dem Klima schaden, werden davon ausgeschlossen und nicht bezuschusst.

Und auch Auszeichnungen gibt es für Unternehmen, die umweltbewusst handeln. So wurde im Jahr 2020 der Umweltmanagement-Preis des Klimaschutzministeriums (BMK) an zehn Unternehmen vergeben. Der Preis zeichnet Firmen aus, die eine besonders nachhaltige Arbeitsweise einsetzen und honoriert damit deren Einsatz für den Umweltschutz.

Die großen Ziele
Österreich wird auch den Klimazielen der EU folgen, die Ende Dezember angepasst wurden. Anstatt der bisherigen 40 % soll nun bis zum Jahr 2030 eine Verringerung von 55 % der Treibhausgasemissionen gegenüber dem Jahr 1990 erreicht werden. Die österreichische Bundesregierung erklärte, dass sie bis zum Jahr 2040 Klimaneutralität erreichen. Auf dem Plan steht eine Steigerung der erneuerbaren Energien und Elektromobilität und weniger Emissionen und CO²-Ausstoß.


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