< Zurück zur Übersicht

Weihnachten 2020: Geschenke für die Mitarbeiter am Ende eines schweren Jahres

05. Jänner 2021 | 08:18 Autor: Stefan Müller Startseite

2020 wird für immer als das Jahr in Erinnerung bleiben, in denen die Coronakrise die ganze Welt erfasst hat. Ein Virus hat zahlreiche Menschenleben gekostet und viel Leid angerichtet. Auch wirtschaftlich sind die Spuren deutlich sichtbar. Auf dem Konto, in den Büros und gerade auch jetzt zur Weihnachtszeit. Normalerweise trifft man sich in der Firma oder einem guten Restaurant zur Weihnachtsfeier, um das alte Jahr in aller Ruhe ausklingen zu lassen. All das gibt es in diesem Jahr nicht. Gerade in solchen Zeiten ist es aber schön, Ihren Mitarbeitern eine Aufmerksamkeit zukommen zu lassen. Weihnachten ist auch immer eine gute Gelegenheit, langjährige Mitarbeiter zu ehren. Aber auch hierbei gilt es einiges zu beachten. Vor allem in steuerlicher Hinsicht. Wertvolle Tipps dazu finden Sie in diesem Artikel.

Das Virus nimmt auf Feiertage keine Rücksicht. Trotzdem möchte man sich bei allen Abstandsregeln am Ende des Jahres bei den Mitarbeitern erkenntlich zeigen. Vor allem bei jenen, die schon lange im Dienst des Unternehmens stehen. Beachten Sie hierzu die Regeln zum Thema steuerfreie Sachgeschenke zu Jubiläen und anderen Anlässen. Die beliebtesten Weihnachtsgeschenke in Österreich auch unter Mitarbeitern sind übrigens Gutscheine(1).

Geldzuwendungen sind grundsätzlich steuerpflichtig
Gutscheine bringen den geschätzten Mitarbeiter in die Lage, sich das kaufen zu können, was er möchte. Zwar gilt das in besonderem Maße auch für Geldgeschenke. Der Belegschaft Geld zu schenken wirkt aber nicht nur etwas fantasielos, es ist auch keinesfalls steuerfrei. Anders als Gutscheine. Diese, ebenso wie andere Sachgeschenke, sind bis zu einem Wert von 186,00 EUR pro Mitarbeiter steuerfrei. Allerdings gelten hier weitere besondere Regeln

Diese Geschenke müssen versteuert werden
Gibt es das Geschenk zu einen individuellen Anlass, ist dies abgabepflichtig. Typische Beispiele hierfür sind Geburtstage der Mitarbeiter oder eine Belohnung für außergewöhnlich Leistungen. Weihnachtsgeschenke wiederum fallen explizit nicht hierunter, es sei denn, sie können in Bargeld umgetauscht werden. Achten Sie bei Gutscheinen daher unbedingt auf diese Regelung.

Weihnachten & Jubiläen: Hier gilt die Wertgrenze
Geschenke zum Sommerfest, zur Weihnachtsfeier sowie zum Dienst- oder Firmenjubiläum sind steuerfrei, sofern die o. g. Wertgrenze von 186,00 EUR pro Mitarbeiter eingehalten wird. Dasselbe gilt für Gutscheine, die nicht in Bargeld eingetauscht werden können. Übrigens muss es ja nicht unbedingt der klassische Geschenkgutschein zum Shoppen sein. Auch Restaurantgutscheine sind sehr beliebt und hoffentlich bald nach dem Lockdown wieder einsetzbar.

Aktien und Fitnessstudio als Weihnachtsgeschenk
Weniger bekannt ist, dass auch direkte Unternehmensbeteiligungen (z. B. in Form von Aktien) bis zu einer Wertgrenze von 3.000,00 EUR pro Mitarbeiter steuerfrei sind. Beachten Sie hierbei aber die aktuell in Österreich geltende Behaltefrist von fünf Jahren für lebende Personen. Aktuell nicht einlösbar, aber trotzdem immer beliebter sind Geschenke aus dem Bereich Fitness und Wellness. Auch hier gibt es Besonderheiten zu beachten:

•    Erfolgt die Zuwendung z. B. für ein Fitnessstudio in Form von Gutscheinen und zu den o. g. Anlässen (Weihnachten, Firmenfeier, Dienstjubiläum) gelten die Wertgrenzen von 186,00 EUR.
•    Mieten Sie als Arbeitgeber ein Fitness-Studio für Ihre Mitarbeiter an oder betreiben einen betriebsinternen Sportraum, ist dies grundsätzlich steuerfrei
•    Bezahlen Sie Ihren Mitarbeitern hingegen die Mitgliedbeiträge in einem Sportverein, Fitness-Club o. Ä. ist dies vollständig abgabepflichtig
Es gibt also einiges zu beachten. Trotzdem lässt der Gesetzgeber einige Möglichkeiten zu, ohne Abführung an den Fiskus Ihre Mitarbeiter zu motivieren und Danke zu sagen. Und wann war dies wichtiger als in diesem Jahr.

Quellen
(1)    Statista


    < Zurück zur Übersicht